Das iPad ist der verwirklichte Ruf nach einem Apple Tablet. Trotz häufigem und langanhaltendem Flehen und Bitten der Geeks und Macheads lies das Gerät auf sich warten. Immer wieder gab es Spekulationen und Gerüchte, Mockups und Fake-Bilder. Jetzt ist das Teil endlich da und schon gibt es aus den Reihen der Tech-Jünger und Fanboys Kritik und Unkenrufe.
Die ganze Situation erinnert mich an den riesigen Aufschrei bei der Veröffentlichung der iPhones am 9. Januar 2007. Zu beschränkt sei das iPhone OS, zu wenige Features wären verfügbar, die Entwickler wurden auf AJAX-basierende Web-Apps beschränkt, den App Store gab es schlichtweg nicht. Ein fest verbauter Akku? Eine 2MP-Kamera? Kein MMS-Versand? Keine Möglichkeit der Sprachsteuerung? Eine Welle der Kritik voll Hohn und Wut ging über Apple nieder! Aber letztendlich stürzten weltweit nicht nur die Fanatiker in die Läden. Die Verkaufszahlen überschlugen sich.
Mehr als 75.000.000 iPhones und iPod Touches gingen seit dem 29. Juni 2007 über die Ladentheke, mehr als 3.000.000.000 Apps wurden seit dem 11. Juli 2008 geladen. Mittlerweile gibt es zwar eine nur leicht verbesserte Kamera mit 3,2MP inkl. Autofokus, MMS-Versand ist jedoch komplett möglich, mit dem iPhone 3GS ist die Sprachsteuerung intergriert, ebenso wie GPS und ein Kompass zur Navigation. Troztdem: das iPhone ist absolut massentauglich und von der Masse auch mehr als wohlwollend angenommen worde!
Auch das iPad ist nicht das Non plus Ultra. Aber es ist die perfekte Ergänzung zu einem vollwertigen Computer. Ich würde sogar noch weiter gehen: für die meisten Nutzer könnte es ein kompletter Ersatz für einen Computer, auf dem man Websites erstellen, umfangreiche Bildbearbeitung vornehmen, Videos schneiden oder programmieren kann, sein. Sind wir mal ehrlich: all diese Arbeiten macht der Großteil der Computernutzer einfach nicht. Surfen ist ohne Frage ein unverzichtbares Element, Mails empfangen, beantworten oder verfassen – das darf keinesfalls fehlen. Und für Textbearbeitung, Tabellenkalkulation oder dem Erstellen von Präsentationen ist mit den drei Apps der (abgespeckten) iWork-Suite gesorgt. Dazu gibt es noch all die iPhone-Apps, die ohnehin auf dem iPad laufen werden. Eine verhältnismäßig geringe Überarbeitung bereits veröffentlichter Apps kann diese auch zu nativen iPad-Apps machen. Und schon ist das iPad eine umfangreiche Medienkonsummaschine, von Filmen, über Musik und Photos, bis hin zu Games.
Und obendrein gibt es noch den iBookstore. Ist dieser erstmal etabliert und ausreichend regionale Angebote vorhanden, ist das iPad ein perfekter Urlaubsbegleiter. Nicht mehr drei, vier oder fünf Wälzer für die 10 Tage Urlaub in den Koffer zu packen alleine ist bereits ein gewaltiger Vorteil. Und wo ich schon im Urlaub bin, kann ich grade auch noch meine Digital-Bilder mit dem optionalen Adapter auf das iPad ziehen. Ich persönlich schleppe immer mein MacBook Pro mit mir rum, wenn ich bei Freunden oder Familie bin, um die letzten Bilder rumzuzeigen. Klar, ich schiebe gelegentlich das eine oder andere Album ins Web, sei es mit MobileMe oder auf Flickr. Aber ich zeige der Öffenlichkeit keine privaten oder persönlichen Bilder. Und etliche der Leute, denen ich eben genau diese Bilder gerne zeigen möchte benutzen das Internet nicht oder möchte nicht stumpf die Bilder ansehen, sondern wartet auf meine Erzählung von Eindrücken oder Emotionen zu dem Gesehenen.
Das iPad ist eine unglaubliche Bereicherung für lange Zugfahrten, Flüge oder das gemütliche auf der Couch sitzende Lesen. Nicht umsonst wurde für die Keynote diesmal ein Sofa auf die Bühne des Buena Vista Center of the Arts in San Francisco gestellt. Es geht hier im Grunde nicht um ein reines Arbeitsgerät. Es ist eine Intergration der digitalen Medien und einiger kleiner Arbeitsabläufe in den Alltag. Und wenn doch mal ein umfangreicherer Text geschrieben werden soll, dann kann man das wahlweise auch gerne mit Peripherie wie dem Bluetooth-Keyboard oder dem Keyboard Dock machen. Wenn denn nicht die Synchronisation mit iTunes und der beschränkte Speicherplatz wären, fehlt eigentlich nur noch eine angepasste iLife-Suite, und der Hauptrechner könnte für einen Großteil der potentiellen Nutzer komplett wegfallen.
Aber selbst für mich als Geek, der auf einen leistungsstarken Rechner nie verzichten könnte, wäre das iPad die optimale Zwischenlösung. Denn mir persönlich reicht das iPhone zwar für etliche Arbeits- oder Entertainmentsituationen unterwegs oder auf der Couch, trotzdem ist mir das Display häufig einige Nummern zu klein. Lange Texte zu lesen oder gar Filme zu sehen macht nun mal keinen richtigen Spaß auf dem iPhone. Jedoch besitze ich bereits unzählige Apps, deren Verwendung ich auf dem iPad schon fast entgegen träume.
Aber vor allem eine App halte ich auf dem iPad für absolut überflüssig – oder könnt ihr euch vorstellen mit dem iPad aus der U-Bahn zu steigen und euch mit Google Maps durch die Stadt navigieren? Naja, ich lasse mal die Reiseplanung als Sofa-Workflow gelten.
Ich persönlich halte das iPad für das perfekte Gerät für jeden. Nur die jenigen, die diesem Gerät 3D-Animationen oder vollständige Photoshop-Bearbeitung, Videoschnitt oder ähnliche Prozesse abverlangen, haben meiner Meinung nach noch nicht den Anwendungsbereich des iPads verstanden.
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Neben dem iPad Keyboard Dock gibt es auch das iPad Case, das neben dem reinen Schutz auch einen Ständer bietet. So kann man das iPad entwerder hinstellen oder auf dem Schoß nutzen. Dazu gibt es noch das iPad Camera Connection Kit mit dem man Bilder oder Videos direkt von einer Digital-Kamera oder auch einem Card-Reader über das USB-Kabel importieren kann.









